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Projekt „Kleinspielfeld“Der TSV Söhlde will seinen Spielbetrieb mit einem 120.000-Euro-Projekt ausbauen. Maßgeblichen Anteil an der Realisierung hat die Heinrich-Dammann-Stiftung, die das Vorhaben mit Euro 45.000 unterstützt. ![]() Der Turn- und Sportverein (TSV) Söhlde baut seine Sportanlage Hintern Knick um ein Kleinspielfeld aus. Knapp 120 000 Euro soll das Vorhaben kosten. Die Finanzierung ist gesichert, die ersten Arbeiten sind mit einem symbolischen Spatenstich getan. Der Verein wartet täglich auf die Baugenehmigung vom Landkreis, dann wird richtig losgelegt. Im nächsten Jahr sollen die ersten Bälle auf dem neuen Rasenplatz rollen.
Michael Krüll, der vor zweieinhalb Jahren als Nachfolger von Werner Gent zum TuS-Vorsitzenden gewählt wurde, ging im Vorstand fix in die Offensive. Mit den Abteilungsleitern klopfte er ab, welche größeren Ausgaben anstehen werden. Die Tischtennissparte wollte zwei Platten haben. Dann meldeten sich die Fußballer. Seit etlichen Jahren drängen sie darauf, einen zweiten Platz zu bekommen. Der Vorstand nahm sich der Sache an und zögerte nicht lange. Er beschloss das Projekt.
Die Planungen liegen vor, der Architekt hat das Gelände schon abgesteckt. Bevor es soweit war, kaufte die Gemeinde Ackerland von einem Landwirt und überlässt es dem Verein 25 Jahre unentgeltlich. Auch schießt die Verwaltung noch 29 000 Euro zu. Größter Sponsor ist Heinrich Dammann, der aus seiner Stiftung 45 000 Euro locker macht. 21 000 Euro fließen vom Kreissportbund, 2100 Euro vom Söhlder Ortsrat, während sich der Landkreis bedeckt halte, bedauert Krüll. Den Rest will der Verein vorwiegend in Eigenleistungen erbringen.
Der neue zweite Vorsitzende und Fußballtrainer Uwe Springer, der auch Projektbetreuer ist, erläuterte die notwendige Baumaßnahme: „Für drei Herrenmannschaften und fünf Jugendteams reicht der A-Platz im Trainings- und Punktspielgrogramm nicht aus. Er platzt aus allen Nähten.“ In jüngster Zeit sei zu beobachten, dass im Jugendbereich durch vermehrten Nachmittagsunterricht an Schulen das Training mehr in den Abend verschoben werden musste, sagt Springer.
Die Engpässe sollen nun mit dem neuen Kleinspielfeld entzerrt werden. Es entsteht parallel neben dem vorhandenen Sportplatz und misst 45 mal 70 Meter. Damit beide Plätze an einer Seite auf einer Fluchtlinie liegen, wird der Parkplatz um einen zwölf Meter langen Streifen kleiner. Die Anlage soll von den Jugendlichen und der Ü 40 genutzt werden. „Die Senioren erklärten sich bereit, einen zweckgebunden Beitrag für die Unterhaltung des Spielfeldes zu leisten, weil höhere Strom-, Wasser- und Pflegekosten anfallen. Auch wäre es schön, wenn Eltern einen Förderbeitrag leisten würden“, ergänzte Krüll.
Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, halfen 45 Leute ehrenamtlich mit, 40 Bäume zu fällen, ein 3000 Quadratmeter großes Maisfeld freizumachen und die Pflanzen fortzuschaffen. „Damit sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen“, sagt der Vorsitzende.
In der TSV-Hauptversammlung Anfang dieses Jahres hatten Krüll und Bender das Projekt vorgestellt. Damals hatte der Vereinsvorsitzende versichert, der neue Platz werde am 4. September 2010 mit einem Sportfest in den Vereinsfarben als blau-weiße Nacht eingeweiht. Mit dem Platz klappt es nicht, wohl aber mit dem Zeltfest, das vom 3. bis 5. September auf dem Plan steht. Für das neue Kleinspielfeld gilt das Sprichwort: „Gut Ding will Weile haben“. |

