Moshes zweites Leben – ein aufwühlendes Theaterstück

Das Theaterstück „Moshes zweites Leben“ basiert auf der Grundlage von zwei Interviews mit den KZ Überlebenden Moshe und Josef. Beide waren Gefangene in Auschwitz und im KZ Mühlenberg, außerdem haben sie bei der Hanomag in Hannover geschuftet und waren in den letzten Kriegstagen in Bergen-Belsen gefangen. Die Produktion wurde von dem Förderverein Gedenkstätte Ahlem, der Hannoverschen Kammerspiele, des theaters systema und der Theaterinitiative Bühnensturm unterstützt.
Insgesamt gab es 15 Vorstellungen, 7 davon waren explizit für Schüler gedacht. Das Thema der nationalsozialistisches Vernichtung wurde bisher historisch wenig aufarbeitet und deshalb Thema des Theaterstücks. In dem Theaterstück wurde der Leidensweg der KZ Häftlinge, der jugendliche Überlebenswille und die Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit dargestellt. Eine britische Krankenschwester befreite die beiden von ihrem Leidensweg, sie spielt auch eine Rolle in dem Theaterstück. Die Szenen sind zwar fiktiv, geben dennoch die Stimmung und Gedanken von den zwei Überlebenden jugendgerecht wieder. Das Ganze wurde währenddessen von einer Filmdokumentation unterstützt.
Die Schauspieler des Stücks waren kaum älter als die meisten Zuschauer, somit wurden sie insbesondere für die Schüler zur Identifikationsfiguren. Die Geschichten von Erschießungen, Schlägen, vom Hungern und vom Leichenschleppen gingen allen Zuschauern sehr nahe – im Publikum war es sehr still.

Webseite: http://theater-systema.de/aktuell.html

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