Dialogworkshop „Mit Ortrud und Heinrich herausfinden, wie cool Gott ist“

Am 29.08. trafen sich engagierte Jugendliche aus der Region, um am Dialogworkshop unter dem Arbeitstitel „Mit Ortrud und Heinrich herausfinden, wie cool Gott ist“ teilzunehmen. Eingeladen wurden sie von Kerstin Berghoff-Ising, Vorstandsmitglied der Heinrich-Damman-Stiftung sowie Thomas Schlichting, Geschäftsführer der Stiftung.  Auch der Sprecherrat der Jugendcrew war anwesend, um gemeinsam mit der Runde der Frage nachzugehen, wie man dazu beitragen könnte, dass Menschen in der Kirche aktiv bleiben. Von Seiten der Stiftung wollte man zu diesem Zweck keine Aktionen entwickeln, sondern dazu auffordern, diese selbst zu gestalten und während des Workshops schonungsloses Feedback der Jugendlichen erhalten. Nach einer Vorstellungsrunde wurden Flipcharts im Raum verteilt, auf denen in Gruppen Fragestellungen diskutiert wurden, die sich um Anreize, Ansprache-Methoden, Alleinstellungsmerkmale, Voraussetzungen und die Reichweite kirchlicher Jugendarbeit drehten.

Die intensiven Gespräche handelten u.a. vom Unterschied zwischen Erst- und weiterem Kontakt, der Wichtigkeit persönlicher Ansprachen und Erlebnisse, Arbeit auf Augenhöhe und wechselseitigem Vertrauen sowie der kirchlichen Gemeinschaft als Pfeiler des Glaubens. Als sehr wichtig wurde außerdem das Problemfeld erachtet, dass Ehrenamtliche in der kirchlichen Jugendarbeit oft aus einem eher homogenen Kreis mit entsprechenden Bildungsabschlüssen und sozialer Lage stammten – was besonders dann problematisch sein kann, wenn viele ehemalige Gymnastinnen und Gymnasiasten nach etwa drei Jahren Engagement vor Ort umziehen, während diejenigen, die vor Ort geblieben sind, gerade noch nicht für die Jugendarbeit gewonnen wurden. Ein entsprechendes Schlagwort als Lösungsperspektive war die Niedrigschwelligkeit von Angeboten.

In der Abschlussrunde wurden als Kriterien für ein mögliches Förderprogramm der Heinrich-Damman-Stiftung ein unkomplizierter und niedrigschwelliger Zugang der einzelnen Projekte zum Programmgenannt. Der vorläufige Name des Programms(„Mit Ortrud und Heinrich herausfinden, wie cool Gott ist“) begeisterte die Jugendlichen jedoch nur bedingt: Während die Vornamen des Stifterehepaars zwar Nähe schafften, erinnere die Gesamtformulierung zu sehr an den Stil von Kinderbüchern – und an die Hand genommen werden müsse die Zielgruppe keinesfalls mehr. Alles in allem war es ein sehr fruchtbarer Workshop, der nicht nur eine positive Stimmung bei den Jugendlichen hinterließ, die nach eigener Aussage ein Gesicht zur Heinrich-Damman-Stiftung erhalten hätten, sondern auch der Stiftung neue Impulse mit auf den Weg gab und abermals zeigte, dass es sich lohnt, Fragen über Generationen hinweg zu stellen und in den Dialog zu treten.

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