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„Freiraum|Neu“-Infoseite
JUGENDRÄUME WURDEN GEPIMPT!
Im Rahmen des Förderprojekts FREIRAUM|NEU wurden 2022 insgesamt 15 Jugendräume in Niedersachsen renoviert, neu ausgestattet und nach den Ideen und Wünschen der Jugendlichen umgestaltet. Als Orte der Begegnung und des Austauschs erhielten sie dafür eine Förderung von bis zu 10.000 €. Ergänzend dazu unterstützte ein eintägiger Gestaltungsworkshop sie bei der Planungsphase mit kreativen Impulsen zu Materialien, Farben und der Innenraumgestaltung.
AUS 15 MACH 27
Die hohe Zahl eingereichter Anträge sowie der offensichtlich mangelhafte Zustand vieler Räumlichkeiten verdeutlichten den dringenden Handlungsbedarf, Jugendräume als wesentliche Voraussetzung erfolgreicher Jugendarbeit zu stärken. Aus diesem Grund wurde das Projekt ausgeweitet und weitere zwölf Träger durch finanzielle Fördermittel unterstützt.
Kommentar zu Freiraum|Neu
Ich bin Liv Wolter und habe meinen Bachelor of Arts in Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Erziehungs- und Politikwissenschaft erfolgreich abgeschlossen. Ich möchte Jugendliche dabei unterstützen, ihren Platz in unserer Demokratie zu finden und sich partizipativ in dieser zu engagieren.
Dabei stellte sich mir die Frage: Wie kann eine derartige Unterstützung aussehen?
Finanzielle Förderung von Projekten und aktive Projektbegleitung durch Experten und Expertinnen ist eine Art der Unterstützung – und diese leistet die Heinrich-Dammann-Stiftung. Daher wollte ich die Stiftung und ihre Arbeitsweise durch ein dreimonatiges Praktikum etwas näher kennenlernen.
Besonders beeindruckt war ich, dass die Stiftung ein Jugendgremium hat, welches selbst über Anträge entscheiden kann – die Jugendcrew. Schon allein in dem Bestehen dieses eigenständigen Jugendgremiums spiegelt sich das Vertrauen, welches die Stiftung Jugendlichen entgegenbringt, wider. Aber auch stiftungseigene Förderprojekte wie Freiraum|NEU oder Freiraum|Draußen haben mich sehr begeistert. Durch beide Projekte wurde Jugendgruppen die Möglichkeit gegeben, ihre Jugendräume sowie Außengelände von Jugendeinrichtungen nach ihren Bedürfnissen zu gestalten, auszubauen und neu einzurichten.
Während meines Praktikums lernte ich unter anderem den Stiftungsalltag in der Geschäftsstelle kennen und fand heraus, wie vielseitig die Arbeit in einer Stiftung ist. Meine Hauptaufgabe war es, eine Evaluation des Förderprojekts Freiraum|NEU durchzuführen, welche der Frage nachgehen sollte, ob die Förderung, welche 2022 stattfand, die Qualität der Jugendräume nachhaltig verändern konnte. Ich erarbeitete einen digitalen Fragebogen für Jugendliche und einen für Hauptamtliche, welche ich an die geförderten Träger versendete. Mit einigen Trägern konnte ich den aktuellen Stand des Jugendraums zusätzlich per Telefongespräch oder Videokonferenz evaluieren, einige konnte ich in ihren Jugendräumen besuchen und mir selbst einen Eindruck verschaffen.
Hierbei kam ich zu dem Ergebnis, dass sich die Förderung nachhaltig und positiv auf die Jugend und die Jugendarbeit im jeweiligen Ort ausgewirkt hat. Das Projekt hat es den Jugendlichen ermöglicht, sich selbst einen gemütlichen Treffpunkt zu gestalten, der an ihre Wünsche und Bedürfnisse angepasst ist und an dem sie gemeinsam Zeit verbringen, Projekte planen und umsetzen, kochen oder einfach chillen können. Vor allem die Anschaffungen von technischen Geräten und Küchenutensilien hat die Möglichkeiten zur Nutzung der Räume maßgeblich erweitert.
Es hat sich herausgestellt, dass die aktive Nutzung der Jugendräume schlussendlich stark von stabilen Angebotsstrukturen und der Unterstützung durch hauptamtliche Mitarbeitende abhängt. Attraktiv gestaltete und ausgestattete Jugendräume bieten eine gute Grundlage für Jugendarbeit und bieten Jugendlichen durch selbstständige Nutzung Möglichkeiten der Selbstentfaltung – insbesondere, wenn sie, wie in diesem Projekt vorgesehen, mit eigenen Schlüsseln freien Zugang zu den Räumen haben. Dennoch wird die Nutzung maßgeblich durch die Rahmenbedingungen und Freiheiten beeinflusst, die von den hauptamtlichen Verantwortlichen vorgegeben werden.

Kirchengemeinde St. Nikolai Isernhagen
Neben der kompletten Neugestaltung des Jugendraums der Kirchengemeinde St. Nikolai Isernhagen durch einen farblichen und dekorativen Neuanstrich, konnte der kleine ungenutzte Nebenraum in eine eigene Jugendküche verwandelt werden. Als Krönung wurden beide Räume durch ein entstandenes Fenster verbunden, was nun als Durchreiche zur Theke im Jugendraum dient. Zukünftig können die Jugendlichen die neuenstandenen Jugendräume also auch für das gemeinsame Kochen nutzen.
Jugendpflege Gemeinde Söhlde
Das Umbauprojekt bei der Jugendpflege der Gemeinde Söhlde trug zu neuem Handwerksgeschick wie beispielsweise dem des Bodenverlegens, Sägens, Streichens und des Bohrens bei den Jugendlichen bei. Neue Möbel, ein moderner Fliesenboden, ein neuer Anstrich sowie das Beleben des Raums durch Pflanzen sorgen für ein angenehmes Ambiente des Jugendraums, in dem Jugendliche sich wohlfühlen und gerne ihre freie Zeit verbringen.

Friedenskirche Süderneuland – Barbereich
Aus einem in die Jahre gekommenen Jugendraum, der durch raumeinnehmende Sofas und Bastelmaterial wenig Raum für einen praktischen Nutzen ließ, wurde jeher als Lagerraum für eine Band genutzt. Daraus wurde ein stylischer Raum mit einer Sofaecke, einem Tisch mit Barhockern und einem Kicker. Außerdem lassen sich – nachdem das Popkorn gemeinsam zubereitet wurde – Filme über den neuen Beamer schauen.

Ev.-luth. Kirchengemeinde Rastede
Nachdem letzte Ideen mit dem FREIRAUM|NEU-Kreativteam gesammelt und einiges über Farb- und Materialauswahl vermittelt wurde, wurde der alte Jugendraum ausgeleert, neue Sachen bestellt und mit dem Umbau begonnen. Angefangen mit neuer Tapete und einem neuen Anstrich, folgte der Aufbau neuer Möbel und das Dekorieren der zu diesem Zeitpunkt noch sehr leeren Wände.

GJR e. V. Nordstemmen Jugendraum Rössing
Einkaufsliste für einen modernisierten Jugendraum: Ein neues Sofa, ein großer Fernseher, eine Soundanlage, diverse Haushaltsgeräte und Gesellschaftsspiele.
In Bezug auf die baulichen Änderungen lässt sich ein neuer Vinyl-Boden in zeitgemäßer Optik, optimierte / moderne LED Lichtgestaltung und eine neue Theke mit Küchenbereich im Raum vorfinden.
CVJM Emden
Der Jugendraum der CVJM Emden war zunächst ein dunkler, ungemütlicher Raum, der keinen richtigen Zweck hatte und doch vielseitig nutzbar war. Die dunklen Wände schluckten jegliches Licht, das durch die einzige Fensterseite nach außen einfiel und die Bilderleisten an der Wand vermittelten das Gefühl einer Grundschule. Die Sessel und Sofas waren hart, unbequem und teilweise defekt. Die in dem Raum abgestellten Instrumente und Leinwände kamen nur bedingt zum Einsatz und bereiteten eher das Gefühl einer Abstellkammer.
Nachdem die Wände neu tapeziert wurden, die Türen und Fensterwände gestrichen und die Paneelen abgenommen waren, fiel die Entscheidung für die Wahl des Bodens auf einen für die Nutzung von Kindern und Jugendlichen geeignete, langfristige Variante. Während sich um die neue Beleuchtung gekümmert wurde, wurden Themen wie die Dekoration des Raumes weiter bedacht, gebastelt, gestaltet und eingekauft. Als alles soweit erledigt war, konnten die Möbel aufgebaut und positioniert werden. Alles wurde mit Filzpads ausgestattet, um den neuen Boden zu schonen. Das Anbringen der Dekoelemente an die Wände schloss den Umbau des Jugendraums zur Zufriedenheit aller ab.

Sankt-Nikolai Kirchengemeinde Stiekelkamperfehn
Es sollte ein schöner, freundlicher und moderner Jugendraum werden. Es wurden Schränke verrückt, ein neuer Boden verlegt sowie ein Sofa und eine Theke gebaut. Viel Technik und LEDs bereicherten neben vielen Kleinigkeiten das Ambiente des Raums. Die Wandfarbe ist dezent, hat eine angenehme Wirkung und rundet die neue Erscheinung des Jugendraums zufriedenstellend ab.
